15. November 2018

News

Designgeschichte und -geschichten. Das Institut für Neue Technische Form

Text: Jörg Stürzebecher

Institut für Neue Technische Form, Darmstadt

20. November 2018 – 17. März 2019

institut-fuer-neue-technische-form.de

 

Am 18. November 2018 um 12 Uhr eröffnet in Darmstadt am Friedensplatz 11 eine Ausstellung, die eine 65-jährige Designbilanz zieht. So lange nämlich gibt es das INTEF, wie die Institution umgangssprachlich genannt wird.



 

Man blickt zurück auf Grafiker wie Helmut Lortz, Wolfgang Schmidt oder Wolfgang Weingart, auf Produkte von Wilhelm Wagenfeld, Herbert Hirche oder Dieter Rams, auf Firmen wie Braun und Resopal, auf Plexiglas und Holz, Hüte und Putzlappen. Kurz: auf die Dinge in der Welt. Man blickt aber auch zurück auf mittlerweile drei Standorte, auf Erfolge und Kränkungen, Feiern und Fatalitäten. Dass es überhaupt zu dieser Ausstellung gekommen ist, kann angesichts der chronischen Unterfinanzierung des INTEF erstaunen, dass sich die Stadt mit Kulturdezernent und Oberbürgermeister nach Jahren endlich wieder zum INTEF bekennt, mag erfreuen, dass der langjährige Geschäftsführer des INTEF, Michael Schneider, diese Ausstellung nicht mehr erlebt, muss erschüttern. Nun, das INTEF mit seiner neuen Geschäftsführerin Ute Schauer will nach vorne blicken, nicht mehr an die Schäbigkeiten denken, die etwa das Designzentrum Hessen oder der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt dem INTEF angetan haben; es will im Herzen der Stadt ein Schaufenster der Produktwelt vom Jugendstil bis in die Gegenwart bieten und damit ebenso selbstständig wie selbstbewusst Design fördern und präsentieren.



 

Wenn man berücksichtigt, dass die 65 Ausstellungsstationen nur einen kleinen Einblick in die Geschichte der INTEF-Arbeit zeigen, wenn man weiterhin bedenkt, dass die Bestände der Sammlung Schneider, die dem INTEF zur Verfügung stehen, so umfangreich sind, dass mit ihnen problemlos mehrere Designmuseen ausgestattet werden könnten und es immer noch zahlreiche Archivalien und Depotfüllungen gäbe, dann kann man nur hoffen, dass diese Ausstellung nicht nur Bilanz zieht, sondern tatsächlich für die Darmstädter Design- und Ausstellungspolitik einen Aufbruch markiert. Ein Katalog dokumentiert die Schau, die hoffentlich zu einem eigenen Museum führen wird.

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